{"id":1214,"date":"2015-08-14T19:40:34","date_gmt":"2015-08-14T18:40:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1214"},"modified":"2015-08-14T19:40:34","modified_gmt":"2015-08-14T18:40:34","slug":"jahresausflug-nach-freiburg-am-mittwoch-17-juni-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1214","title":{"rendered":"Jahresausflug nach Freiburg am Mittwoch, 17. Juni 2015"},"content":{"rendered":"<p>Am Mittwochmorgen sind wir von der Firma Strickler um 8 Uhr auf dem Busparkplatz in Z\u00fcrich mit einem topmodernen Car abgeholt worden. Da wir bald darauf in einen Stau geraten sind, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, den Kaffeehalt an der Autobahnrastst\u00e4tte Grauholz ausfallen zu lassen und daf\u00fcr einen Kaffee im Car zu geniessen. Schliesslich wurden wir um 11 Uhr bei der Kathedrale in Freiburg von Herrn Fischer erwartet. Herr Fischer war 20 Jahre lang Sakristan in der Kathedrale St. Nikolaus, die dem Heiligen Nikolaus von Myra gewidmet ist. Im Jahr 1283 wurde an der Stelle eines romanischen Gotteshauses mit dem Bau der heutigen gotischen Kapelle begonnen. Der Bau wurde nicht von einem Bischof getragen, sondern von einer Gruppe von ca. 500 Einwohnern Freiburgs. Der Bau wurde etappenweise get\u00e4tigt und im Jahr 1490 vervollst\u00e4ndigt. Bis ins Jahr 1924 galt das Bauwerk daher als Stiftskirche. Erst danach wurde es zur Kathedrale des Bistums Freiburg erhoben.<\/p>\n<p>Durch das grosse Hauptportal an der Westfront, welches das j\u00fcngste Gericht darstellt, betreten wir die Kathedrale. Die Kirche wurde von Aussen nach Innen erbaut, da die erstellten Spitzb\u00f6gen bei einem Bau f\u00fcr gew\u00f6hnlich nach Aussen dr\u00fccken. Auf diese Weise sollte die Arbeit vereinfacht werden. Die durch die gotische Bauweise geforderte Symmetrie sieht man im Inneren der Kathedrale an der Anordnung der Seitenalt\u00e4re, den Deckengem\u00e4lden und dem opulenten Kreuzgew\u00f6lbe. Die Pfeiler der Kirche sind mit Bl\u00e4ttern und Bl\u00fcten geschm\u00fcckt. Lediglich der Pfeiler ganz hinten links tr\u00e4gt G\u00f6tter der keltischen Mythologie. Das Gitter, das den Chor vom restlichen Raum abtrennt, ist im Vergleich zu anderen Kirchen auffallend eng und mit drei Reihen 70 cm hoher Spitzen besetzt. Das liegt daran, dass im Mittelalter Reliquien von unsch\u00e4tzbarem Wert in der Kirche aufbewahrt worden sind, die man mit einem speziell starken Gitter sch\u00fctzen wollte.<\/p>\n<p>Die grosse Orgel wurde anfangs des 19. Jahrhunderts von einem Freiburger Orgelbauer erstellt und zog immer wieder grosse Musiker und Komponisten an. Sie hat 60 Register und insgesamt 4000 Pfeifen, von denen man 78 sehen kann. Die kleinere Chororgel ist gut 200 Jahre \u00e4lter und verf\u00fcgt \u00fcber 18 Register. Bei Messungen im Jahr 1970 wurde ermittelt, dass die Kathedrale \u00fcber ein 8.5-faches Echo verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Der Taufstein ist aus dem Jahr 1512 und noch immer in Gebrauch. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde ein Wettbewerb um die Neugestaltung der Fenster ausgetragen. Gewonnen wurde er von dem polnischen K\u00fcnstler J\u00f3zef Mehoffer, der die Fenster zwischen 1896 und 1936 im Jugendstil gestaltet hat.<\/p>\n<p>Das historische Glockengel\u00e4ut umfasst 13 Glocken, von denen zwei noch per Hand gel\u00e4utet werden k\u00f6nnen. Die neun Glocken des Vollgel\u00e4uts werden inzwischen elektrisch betrieben. Die \u00e4lteste der Glocken stammt aus dem 14. Jahrhundert, die J\u00fcngste aus dem Jahr 1737. Als Abschluss der F\u00fchrung sind wir die 368 Stufen auf den Turm hochgegangen. Die Aussicht \u00fcber die Stadt war umwerfend.<\/p>\n<p>Gegen 12:30 Uhr haben wir uns im Restaurant Schweizerhalle zum Mittagessen eingefunden. Das Essen war sehr lecker und der Service \u00e4usserst zuvorkommend. Da Margret Gehrig am Folgetag Geburtstag hatte, hat sie uns eine Runde Kaffee spendiert.<\/p>\n<p>Nach dem feinen Essen sind wir mit dem Car zur Haltestelle des Freiburger Minizuges am Platz Jean-Tinguely gefahren, wo wir um 14:30 Uhr zu einer etwa einst\u00fcndigen Stadtrundfahrt aufgebrochen sind. Die Fahrt ging \u00fcber die Z\u00e4hringerbr\u00fccke vorbei am Loretto-Krankenhaus \u00fcber die Mittlere Br\u00fccke, Bernerbr\u00fccke und die Untere Z\u00e4hringerbr\u00fccke, durch die Samaritergasse, Alte Brunngasse, Lausannegasse und Romontgasse zur\u00fcck zum Platz Jean-Tinguely. Dabei sahen wir viele faszinierende Bauwerke, z.B. den Roten Turm, der bis ins Jahr 1848 als Gef\u00e4ngnis und Hinrichtungsst\u00e4tte gedient hat und ein Nonnenkloster mit Hostienb\u00e4ckerei. Die Fahrt wurde durch eine Baustelle blockiert, was zu am\u00fcsanten Unterhaltungen und viel Gel\u00e4chter gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Nach der interessanten Rundfahrt haben wir uns gegen 16 Uhr mit dem Car wieder auf den Heimweg gemacht. Den urspr\u00fcnglich geplanten z\u2019Vierihalt im Fressbalken in W\u00fcrenlos haben wir ausfallen lassen und sind daher gegen 18:30 Uhr wieder in Z\u00fcrich angekommen, wo wir uns nach einem gelungenen Tag voneinander verabschiedet haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwochmorgen sind wir von der Firma Strickler um 8 Uhr auf dem Busparkplatz in Z\u00fcrich mit einem topmodernen Car abgeholt worden. 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