{"id":1382,"date":"2015-12-16T08:34:47","date_gmt":"2015-12-16T07:34:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1382"},"modified":"2016-04-07T09:40:09","modified_gmt":"2016-04-07T08:40:09","slug":"adventsfeier-in-greifensee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1382","title":{"rendered":"Adventsfeier in Greifensee"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDas Volk, das im Dunkeln wandelt, sieht ein helles Licht\u201c. Dieser Jesajavers kam mir in den Sinn, als die Z\u00fcrcher Sakristaninnen und Sakristane Ende November mitten im St\u00e4dtchen Greifensee\u00a0bei ziemlicher Dunkelheit und leichtem Nieselregen beinahe am Pfarreizentrum vorbeigelaufen w\u00e4ren, h\u00e4tte nicht eine grosse Kerze im Glas den Vorplatz erleuchtet. Eine freundliche Gestalt, die Sakristanin \/ Hauswartin Monika Streuli, hiess die nahezu dreissig Ankommenden mit offenen Armen willkommen und geleitete sie in den historischen Riegel- und Backsteinbau der \u201eLimi\u201c, einer ehemaligen Fabrikanlage, nun das Pfarreizentrum der Katholiken Greifensees, ge-weiht dem Heiligen Papst Johannes XXIII.<br \/>\nIm hellen, ger\u00e4umigen Kirchenraum im ersten Stock beginnt die Adventsfeier mit Lied, Gebet und Lesung. Pr\u00e4ses Bosco F\u00e4ssler w\u00e4hlt als Evangelientext Lukas 3, wo die Leute Johannes fragten, ob er der erwartete Messias sei. In der Predigt erw\u00e4hnt Bosco die zahlreich ins Haus flatternden Weihnachtsprospekte mit Titeln wie \u201eW\u00fcnsche werden wahr\u201c. Seine eindringliche Frage: \u201eWelche W\u00fcnsche? Was w\u00fcnschen wir uns wirklich?\u201c macht nachdenklich. \u201eGesundheit, Kraft, Heilung, Freundschaft, Frieden, Stille sind nicht zu kaufen\u201c, f\u00e4hrt er fort. \u201eDer Adressat hierf\u00fcr ist allein Gott. Doch er agiert anders, als wir denken. Auch bei Gott bleiben W\u00fcnsche oft unerf\u00fcllt oder werden ganz anders erf\u00fcllt als wir dachten. An Weihnachten kommt Gott zu uns \u2013 anders als wir denken. Selbst Johannes hat Jesus anders erwartet. \u00d6ffnen wir uns ihm, wie er ist. Gott kommt \u2013 auch in unser Leben.\u201c<br \/>\nAuch in unser Leben \u2013 in die versammelte Kirche hier, ausgedr\u00fcckt nicht zuletzt in der Sitzordnung im offenen Viereck zum Altar. Kunstschreiner Primo Lorenzi hatte Altar, Ambo, St\u00fchle schlicht aus einheimischen H\u00f6lzern geschaffen. Der Tabernakel allein ist eine kunstvolle Blockintarsie mit H\u00f6lzern aus aller Welt, ein starkes Symbol.<br \/>\nGott kommt in unser Leben \u2013 immer wieder w\u00e4hrend der Feier wandert der Blick zum in vielen Gelbt\u00f6nen leuchtenden Kreuz hinter dem Altar. Doch un\u00fcbersehbar sind auch die violetten Flecken darin. Das Zeichen der Hoffnung auch im Dunkeln, in Krankheit und N\u00f6ten. Im Gebet f\u00fcr den schwer kranken Beat, alle andern Sorgenbeladenen und f\u00fcr die Verstorbenen sind wir vereint.<br \/>\nBer\u00fchrend ist die Schlussgeschichte der alten, gebrechlichen Frau mit der selbstgestrickten, sehr losen Decke an der Krippe, die durch diese Liebe mehr w\u00e4rmte als mancher dicke Mantel. Was steht im Kirchenraum an der oberen Seitenwand? Das Pauluswort \u201eIhr seid zur Freiheit berufen, n\u00fctzt sie zum Dienst und zur Liebe untereinander\u201c. Auftrag damals und heute!<br \/>\nNach dem Gottesdienst setzt man sich unten im Pfarreisaal dankbar an die liebevoll geschm\u00fcckten Tische, geniesst die nahrhaft Suppen, liebevolle Zuwendung und herzlichen Gedankenaustausch. Der Gemeindeleiter Gregor Sodies freut sich \u00fcber die G\u00e4ste und erz\u00e4hlt von seiner sehr jungen und lebendigen Gemeinde von knapp 2500 Menschen, die er mit seiner Gattin und mit dem Priester von Volketswil leitet. Jahrzehnte zuvor waren die wenigen zugezogenen Katholiken von Uster aus betreut worden. Als in den 1970er Jahren immer mehr gebaut wurde, vergr\u00f6sserte sich auch die Anzahl der katholischen Einwohner. Der wachsenden Glaubensgemeinschaft konnte die Pfarrei Uster zus\u00e4tzlich weder Betreuung noch Geld zur Verf\u00fcgung stellen. So organisierten sie selbst das Glaubensleben mit Katechese und Gottesdiensten. 1974 wurde Greifensee ein Pfarreirektorat mit einer Seelsorgeteilstelle, und 1985 entstand aus der \u201eLimi\u201c nach Pl\u00e4nen des Architekten Germann die Pfarrkirche mit Pfarreizentrum St. Johannes XXIII. von Greifensee-N\u00e4nikon-Werrikon.<br \/>\nPr\u00e4sident Moritz Huonder dankt der Pfarrei f\u00fcr die Gasfreund-schaft, Pr\u00e4ses Bosco f\u00fcr den besinnlichen Gottesdienst, Organist Ruedi Breitschmid f\u00fcr seine Musik, dem fleissigen Verpflegungsteam f\u00fcr die kulinarische Betreuung und allen Beteiligten f\u00fcr die Mitwirkung am Anlass. Nach kurzer Vorschau auf 2016 w\u00fcnscht er allen eine frohe und lichtvolle Advents- und Weihnachtszeit.<\/p>\n<p>Margret Gehrig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas Volk, das im Dunkeln wandelt, sieht ein helles Licht\u201c. 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