{"id":1945,"date":"2017-07-02T09:57:41","date_gmt":"2017-07-02T08:57:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1945"},"modified":"2017-07-02T09:57:41","modified_gmt":"2017-07-02T08:57:41","slug":"jahresausflug-nach-appenzell-am-mittwoch-14-juni-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sakristanen-zh-sh.ch\/wordpress\/?p=1945","title":{"rendered":"Jahresausflug nach Appenzell am Mittwoch, 14. Juni 2017"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b>Am Mittwoch, 14. Juni haben sich die 32 Teilnehmer des diesj\u00e4hrigen Jahresausflugs bei wundersch\u00f6nem Wetter und guter Stimmung auf dem Carparkplatz Sihlquai getroffen. Unser Chauffeur, Herr Thomas Kopf, konnte p\u00fcnktlich um 8:30 Uhr mit uns in Richtung Ostschweiz losfahren.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Fahrt zum Aussichtsrestaurant Nollen in Hosenruck konnten wir dort unseren Kaffeehalt geniessen. Leider wurde uns der Blick auf den S\u00e4ntis durch Nebel versperrt, was aber der sonstigen Aussicht von der gem\u00fctlichen Terrasse des Restaurants aus keinen Abbruch getan hat. Danach ging es weiter in Richtung Appenzell. Das Mittagessen bekamen wir im Restaurant Eischen in Appenzell. Zur Auswahl standen Rahmschnitzel mit Teigwaren oder Appenzeller Ch\u00e4srahmsp\u00e4tzli.<\/p>\n<p>Am Nachmittag besuchten wir das Kloster Maria der Engel in Appenzell, wo wir von Herrn Raschle, dem Pr\u00e4sidenten des Freundeskreises des Frauenklosters Maria der Engel herzlich begr\u00fcsst wurden. Er hat uns im Kloster herumgef\u00fchrt und uns viel \u00fcber seine interessante Geschichte erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Grundlage des Klosters Maria der Engel wurde schon im Jahr 1308 gelegt. Damals wurde von einigen Frauen eine kleine Klause in der N\u00e4he der Dorfkirche gegr\u00fcndet. Im M\u00e4rz 1560 kam es in Appenzell zu einem verheerenden Dorfbrand, bei dem der ganze Dorfkern niedergebrannt ist. Von der Kirche hatten nur der Turm und der Chor diese Katastrophe \u00fcberlebt. Auch die Klause der Frauengemeinschaft ist dabei komplett zerst\u00f6rt worden. Die Schwestern wurden von der Regierung ins nahe \u201eSiechenhaus\u201c, dem damaligen Spital des Ortes, umgesiedelt. Gut 20 Jahre sp\u00e4ter wurde ihnen dann eine neue, einfache Klause zugesprochen. Der Boden, auf der die Klause stand, wurde aber von der Regierung bald wieder ben\u00f6tigt und so wurde den Schwestern das Schloss im Zentrum von Appenzell, in dem das Kloster von da an untergebracht war, zugewiesen. Das Schloss war von Anton L\u00f6w, einem ehemaligen S\u00f6ldner, gebaut worden. L\u00f6w hatte aufgrund seines grossen Reichtums viele Neider, wurde verleumdet und schliesslich verurteilt und hingerichtet. Sein Verm\u00f6gen wurde von der Regierung eingezogen und das Schloss schliesslich zum neuen Wohnsitz der Schwesternschaft. Der ehemalige Rittersaal wurde zum Schlafsaal umfunktioniert. Aufgrund der schlechten hygienischen Verh\u00e4ltnisse und der immer schneller wachsenden Gemeinschaft der Schwestern entstanden ihnen diverse Probleme. Dies ging so weit, dass viele der neu eingetretenen Frauen nicht viel \u00e4lter als 20 Jahre alt wurden. Etwa um 1620 hat die damalige Mutter Oberin die Initiative ergriffen und zur Vergr\u00f6sserung der Anlage den Bau einer Kirche in die Wege geleitet. \u00dcber die Jahre hat das Kloster immer gr\u00f6ssere Reichtt\u00fcmer in seinen Besitz gebracht. Dazu geh\u00f6rten neben W\u00e4ldern und landwirtschaftlichen Betrieben auch Bauland wodurch eine Vergr\u00f6sserung leicht auszuf\u00fchren war. Dabei wurde auch ein direkter Verbindungsgang zwischen Kloster und Kirche gebaut. Im Jahr 1684 wurde das Kloster Maria der Engel, so wie es jetzt noch zu besichtigen ist, eingeweiht und bis ins Jahr 2008 als Kloster genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Anzahl der Schwestern im Kloster stetig ab, weshalb im Jahr 2008 nur noch 5 Schwestern das Kloster bewohnten. Diese haben seine Aufhebung beantragt, der stattgegeben worden ist. Es wurde daraufhin eine Stiftung gegr\u00fcndet deren Zweck es ist, das Kloster so zu erhalten, dass es wieder von einer Schwesternschaft bezogen werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bis ins Jahr 1888 war das Kloster Maria der Engel ein offenes Kloster, die Nonnen haben sich frei in der Gemeinde bewegt und sich sozial engagiert. Im Jahr 1888 wurde es zu einem geschlossenen Kloster nach den strengen Regeln der Kapuzinerinnen umgewandelt. Neben den Schwestern gab es nur noch 3 Personenkreise, die die Klausur betreten durften: der Arzt, der Priester und Handwerker.<\/p>\n<p>Dies hat einige Umbauarbeiten mit sich gebracht, um zu gew\u00e4hrleisten, dass der Klosteralltag weiterhin reibungslos ablaufen konnte ohne dass die Schwestern die Klausur verlassen mussten. So wurden z.B. die Empore, zu der es einen direkten Zugang vom Kloster aus gibt, vergittert und zwei Besucherzimmer f\u00fcr G\u00e4ste von Aussen geschaffen. Danach wurden ausser kleiner Modernisierungsarbeiten wie Verlegung von Strom- und Wasserleitungen sowie der Installation einer schlichten Heizanlage im 20. Jahrhundert keine Ver\u00e4nderungen am oder im Geb\u00e4ude mehr vorgenommen. Die Leitungen aber nicht sch\u00f6n in die Geb\u00e4udestruktur integriert sondern einfach und praktisch an die Decke geh\u00e4ngt, wo sie sich auch heute noch befinden.<\/p>\n<p>Die Schwestern haben sich neben ihren kl\u00f6sterlichen Pflichten vor allem mit Handarbeiten besch\u00e4ftigt. Beispiele ihrer Stick- und Kl\u00f6ppelarbeiten sind neben weiteren Zeitzeugnissen in einem Raum im Erdgeschoss ausgestellt und k\u00f6nnen von den Besuchern besichtigt werden. Neben diesen Handarbeiten haben die Schwestern auch die W\u00e4sche f\u00fcr das nahe gelegene Kapuzinerkloster sowie f\u00fcr die Internatsschule gewaschen. Ende des 17. Jahrhunderts hat eine junge Schwester begonnen, die Kinder des Dorfes zu unterrichten. Nachdem ihr dies von der Landsgemeinde verboten worden ist, erhielt das Kloster gut 100 Jahre sp\u00e4ter den offiziellen Auftrag, sich um die M\u00e4dchenbildung zu k\u00fcmmern. Zu diesem Zweck bauten die Schwestern eigens Schulgeb\u00e4ude, die sowohl von ihrer Klausur aus als auch vom Dorf her betreten werden konnten.<\/p>\n<p>Die kleinen, einfach gehaltenen Zellen des Klosters k\u00f6nnen momentan von Reisenden gemietet werden. Dieses Angebot wird vorwiegend von Jakobspilgern gern in Anspruch genommen.<\/p>\n<p>Nach der interessanten und informativen F\u00fchrung hatten wir alle Zeit, das h\u00fcbsche D\u00f6rfchen Appenzell f\u00fcr gut zwei Stunden auf eigene Faust zu erkunden. Um etwas vor 18 Uhr trafen sich alle Teilnehmer mit ihren Errungenschaften auf dem Carparkplatz von Appenzell wieder und traten die Heimreise an. Nach einer reibungslosen R\u00fcckfahrt verabschiedeten sich alle um kurz nach 19 Uhr in Z\u00fcrich voneinander.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Mittwoch, 14. 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